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NKL Klassenlotterie - Entstehung und Historie

Eine sehr lange Historie hat die NKL als Klassenlotterie vorzuweisen. Letztendlich führt diese zurück bis zu einer der ersten Lotterie-Ziehungen in Deutschland überhaupt. Die spannende Entwicklung bis zur heutigen Klassenlotterie NKL zeigen wir Ihnen in folgenden über die Jahrzehnte und Jahrhunderte hinweg auf.

Die jüngste Geschichte der NKL-Lotterie

Bis ins Jahr 2012 verstand man unter der Bezeichnung "NKL" sowohl die Lotterie als auch die dahinter stehenden Organisation der Nordwestdeutschen Klassenlotterie. Das war eine Organisation mit etwa 60 Mitarbeitern in Hamburg, die von einer großen Anzahl von Bundesländern getragen wurde. Am 1. Juli 2012 wurde die NKL jedoch aufgelöst - allerdings nicht die Lotterie selbst, sondern nur die dahinterliegende Struktur. Die Lotterie existiert natürlich weiter als eine der großen Lotterien in Deutschland. Sie wird aber seit 2012 von der GKL, der Gemeinsamen Klassenlotterie der Länder, veranstaltet. Diese entstand durch den Zusammenschluss der Träger der NKL und der SKL. Seit neustem ist die NKL also keine eigene Organisation mehr, sondern "nur" noch der Markenname der zweimal jährlich veranstalteten Lotterie, die an Attraktivität dadurch in keiner Weise verloren hat.

Die Ursprünge der NKL ab 1612

Eine große Lotterie wie die NKL hat natürlich ihre Wurzeln in der Vergangenheit. Und diese beginnt bei der NKL bereits im Jahr 1612 in Hamburg. In diesem Jahr wird in die erste staatliche Lotterie auf deutschem Boden eröffnet. Die Ziehung fand dann nach Verkauf aller Lose ab dem 08. August 1614 statt (und dauerte 57 Tage, bis die über 20.000 Preise gezogen waren). Gewinne waren damals Silber ebenso wie Renten oder Land, aber ca. 15.000 mal auch einfach der Einsatz einfach oder doppelt zurück.

Aus diesen ersten Lotterie-Anfängen entstand die Hamburgische Stadt-Lotterey, die über sehr lange Zeit eine Vielzahl von Lotterien veranstalten sollte. Einen original Gewinnplan von 1878 sehen Sie im Bild.
Anfänglich wurden bei dieser Lotterie aber noch die Namen der Teilnehmer auf Papier geschrieben und als Lose gerollt und versiegelt. Erst später stellt man dann auf das heute bekannte System der Losnummern um. Und ab 1732 entstand schließlich auch das Klassensystem, das in dieser Form bis heute bei der NKL gespielt wird, auch wenn die Anzahl der Klassen und deren genaue Funktion sich immer wieder veränderten und weiter entwickelten.
Die Lose der ursprünglichen Lotterie in Hamburg mussten an einer bestimmten Stelle, dem Eimbeckschen Haus in der Hamburger Altstadt, bei einem vereidigten "Lottenschreiber" gekauft werden. Ab 1743 führte Hamburg dann aber das System der Kollekteure - den heutigen Lotterie-Einnehmern - ein, so dass ab diesem Zeitpunkt Lose auch an anderen Stellen mit offizieller Zulassung verkauft wurden.
Im Jahr 1797 nahm dann selbst Johann Wolfgang von Goethe an der Hamburger Stadtlotterie teil, weil er Interesse am Hauptgewinn, dem schlesischen Landsitz Gut Schockwitz, hatte. Er erwarb zwar mehrere Losnummern, hatte am Ende kein Glück.
Die vor der Jahrhundertwende 1900 rund um Hamburg entstandene Königlich-Preußische-Klassenlotterie fand Ihren Weg nie nach Hamburg, da dieser als Stadtstaat immer eigenständig geblieben war. So wurde die 1924 in "Hamburgische Staatslotterie" umbenannten Hamburger Lotterie-Gesellschaft im Jahr 1938 in die einheitliche Deutsche Reichslotterie eingegliedert - der einzig zulässigen Staatslotterie im Dritten Reich.

Neuere Geschichte der NKL

Direkt nach dem Krieg wurde Ende 1947 die "Nordwestdeutsche Klassenlotterie früher Hamburger Klassenlotterie" gemeinsam von den norddeutschen Bundesländern Bremen, Hamburg, Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Schleswig-Holstein gegründet, kurz nachdem im Herbst 1947 im Süden Deutschland die SKL als ähnliche Lotterie-Organisation entstanden war. Im Jahr 1960 schloss sich schließlich auch das Saarland der NKL an und nach der Wiedervereinigung 1990 folgten auch die Länder Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt in die Nordwestdeutsche Klassenlotterie.

Die erste Ziehung der üblicherweise mit NKL abgekürzten Lotterie fand dann am 28. April 1948 statt und hatte ein Höchstgewinn von 250.000 DM. Diese Summe steigerte sich schnell bis zum Jahr 1957, in dem in der 30. Lotterie der NKL erstmals 1 Million Mark zu gewinnen waren. Noch lange Zeit auch über dieses Jahr hinaus wurden die Gewinnzahlen auch noch mit Papierröllchen gezogen. Die heute bekannte Ziehung der Gewinnzahlen mit Kugeln wurde für die NKL erst im Jahr 1980 eingeführt.

Lotterie-Innovationen bei der NKL

Neben der Ziehungsmethode entwickelte sich aber auch die NKL Lotterie weiter: ab 1995 wurden Mehrfachgewinne eingeführt. Während früher jedes NKL-Los nach einem Gewinn für die restliche Laufzeit der Lotterie ausschied, können bis heute Gewinner auch weitere Chancen in den folgenden Ziehungen wahrnehmen. Lange Zeit gab und gibt es bei der NKL (wie bei fast jeder Lotterie) attraktive Geldpreise zu gewinnen. Diese Gewinnmöglichkeiten wurden ab 1997 um Sachpreise erweitert. Seitdem stehen Autos, Diamanten und Reise mit auf dem Gewinnplan. Eine echte Innovation führte die NKL dann 2004 ein: den ersten Jackpot einer Klassenlotterie. So etwas hatte es vorher noch nicht gegeben. Und auch das Thema Rentengewinne, das schon in sehr frühen Lotterien in der Geschichte eine Rolle gespielt hatte, wurde wieder aufgegriffen: ab 2005 gab es den NKL Rentenjoker und ab 2009 sogar die erste reine Rentenlotterie Deutschlands (die NKL-Rentenlotterie).

Lotterie im TV

Immer wieder war die NKL auch mit TV-Sendungen auf den Bildschirmen in Deutschland präsent. So startete das ZDF am 28. März 1999 seine große Lotterie-Show mit Michael Schanze: traumstadt - die Show um die NKL-Million. Während im ersten Teil der Show drei junge Elternpaare um eine Ausbildungsversicherung im Wert von 100.000 DM und einen Kleinbus spielten, hatten im zweiten Teil dann fünf Kandidaten der NKL die Chance zum Millionär zu werden. Sie Sendung lief insgesamt sieben Mal in den Jahren 1999 und 2000 im ZDF. Eine weitere NKL-Show gab es dann in den Jahren 2006 und 2007 am Samstagabend bei SAT.1 zu sehen: MEGA clever! Die NKL-Show, die von Barbara Eligmann und Wigald Boning präsentiert wurde. In ihr wurden spektakuläre wissenschaftliche Experimente kombiniert mit Schätzfragen der Nordwestdeutschen Klassenlotterie. Am Ende des Abends wurde dann der Gewinner von einer Million Euro der NKL ermittelt.